14.2.2010

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Copyright der Fotos: Cindy Woidt (soweit nicht anders gekennzeichnet)


Zoohandlung

Mahnmal

     

Diese wahre Geschichte ist als symbolisches gedacht.

Es soll künftige Tierkäufer und Tierhalter zum Nachdenken

                           anregen.                      

Lea könnte auch eine Katze sein..........

...denn überall gibt es sie,die Massenzucht,oder

              Schwarzzucht.........

Lesen Sie folgenden Artikel.

                                 

Die nachfolgende Geschichte stammt von der

amerikanischen Toller-L mit der Bitte,

sie an möglichst viele Tierfreunde weiterzuleiten.

Sie handelt von einem Welpen im Petshop(Tierhandel).

Toller-Info bittet alle Leserinnen und Leser um

aktive Aufklärung zukünftiger Tierhalter.

Der Artikel soll (darf) weiterverwendet werden

(Sie dürfen ihn gern kopieren und auf Ihrer

HP einbauen!)

                             

   Die Geschichte von Lea

Ich weiss nicht mehr viel von dem Ort,

wo ich geboren bin.Es war eng und dunkel

und nie spielte ein Mensch mit uns.

Ich erinnere mich noch an Mama und ihr

weiches Fell,aber sie war oft krank und

sehr dünn.Sie hatte nur wenig Milch für

mich und meine Brüder und Schwestern.

Die meisten von ihnen waren plötzlich

gestorben.

 

Als sie mich meiner Mutter wegnahmen,

hatte ich furchtbare Angst und war so

traurig. Meine Milchzähne waren kaum

durchgestoßen und ich hätte meine Mama

doch noch so sehr gebraucht.

Arme Mama,es ging ihr so schlecht.

Die Menschen sagten,dass sie jetzt endlich

Geld wollten und dass das Geschrei

meiner Schwester und mir ihnen auf die

Nerven ginge.

 

So wurden wir eines Tages in eine Kiste

verladen und fortgebracht.

Wir kuschelten uns aneinander und

fühlten wie wir beide zitterten,

ohnmächtig vor Angst.

Niemand kam,um uns zu trösten.

All diese seltsamen Geräusche und erst

noch die Gerüche,wir sind in einem

Petshop,einem Laden,wo es viele

Tiere gibt. Einige miauen,andere piepsen,

einige pfeifen.

Wir hören auch das wimmern von anderen

Welpen.

Meine Schwester und ich drücken uns

eng zusammen in dem kleinen Käfig.

Manchmal packt uns jemand und hebt uns

hoch,um uns zu begutachten. Einige sind

freundlich und streicheln uns,andere sind

grob und tun uns weh.

Oft hören wir sagen: Oh,sind die süss,

ich will eines.

Aber dann gehen die Leute wieder fort.

 

Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben.

Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell

gelegt und gespürt,wie das Leben aus dem

dünnen Körper gewichen ist.

Ich soll verbilligt abgegeben werden,damit

ich bald wegkomme.Niemand beachtet mein

leises Weinen,als meine Schwester

weggeworfen wird.

 

Heute ist eine Familie gekommen und hat

mich gekauft! Jetzt wird alles gut.

Es sind sehr nette Leute,die sich tatsächlich

für mich entschieden haben.

Sie haben gutes Futter und einen schönen

Napf dabei und das kleine Mädchen trägt

mich ganz zärtlich auf den Armen.

Ihr Vater und ihre Mutter sagen,ich sei ein

ganz süsses und braves Hundchen.

 

     Ich heisse jetzt Lea

Ich darf meine neue Familie auch abschlabbern,

das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich,

was ich tun darf und was nicht,passen gut

auf mich auf,geben mir herrliches Essen und

viel,viel Liebe.

Nichts will ich mehr,als diesen wunderbaren

Menschen gefallen und es gibt nichts

Schöneres als mit dem kleinen Mädchen

herumzutollen und zu spielen.

 

Erster Besuch beim Tierarzt.

Es war ein seltsamer Ort,mir schauderte.

Ich bekam einige Spritzen.Meine beste

Freundin,das kleine Mädchen,hielt mich

sanft und sagte es wäre o.k.,dann

entspannte ich mich.Der Tierarzt schien

meinen geliebten Menschen traurige

Worte zu sagen,sie sahen ganz bestürzt aus.

Ich hörte etwas von schweren Mängeln

und von Dysplasie E und von Herz zwei.

Er sprach von wilden Zuchten und dass

meine Eltern nie gesundheitlich  getestet

worden seien.

Ich habe nichts von alledem begriffen,aber

es war furchtbar, meine Familie so

traurig zu sehen.

 

Jetzt bin ich sechs Monate alt.

Meine gleichaltrigen Artgenossen sind

wild und stark,aber mir tut jede Bewegung

weh.Die Schmerzen gehen nie weg.Außerem

kriege ich gleich Atemnot,wenn ich nur

ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen

will.Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund

sein,aber ich schaffe es einfach nicht.

Vater und Mutter sprechen über mich.

Es bricht mir das Herz,alle so traurig zu sehen.

In der zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt

und immer wieder hieß es genetisch und

man kann nichts machen.

Ich möchte draußen in der warmen Sonne

mit meiner Familie spielen,möchte rennen

und hüpfen.Es geht nicht.

Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je.

Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen

um zu trinken,nur noch schreien

vor Schmerzen.

 

Sie tragen mich ins Auto.Alle weinen.

Sie sind so seltsam.

Was ist los??

War ich böse? Sind sie am Ende böse

auf mich? Nein,nein,sie liebkosen mich

ja so zärtlich.

Ach,wenn nur diese Schmerzen aufhörten!

Ich kann nicht einmal die Tränen vom

Gesicht des kleinen Mädchen ablecken.

Aber wenigstens erreiche ich ihre Hand.

 

Der Tisch beim Tierarzt ist kalt.

Ich habe Angst! Die Menschen weinen

in mein Fell,ich fühle,

wie sehr sie mich lieben.

Mit Mühe schaffe ich es,ihre Hand

zu lecken.Der Tierarzt nimmt sich heute

viel Zeit und ist sehr freundlich und ich

empfinde etwas weniger Schmerzen.

Das kleine Mädchen hält mich

ganz sanft,

ein kleiner Stich....... Gott sei Dank,

der Schmerz geht zurück.

Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.

 

Ein Traum:

Ich sehe meine Mama,meine Brüder und

Schwestern auf einer großen grünen Wiese.

Sie rufen mir zu,dass es dort keine

Schmerzen gibt,nur Frieden und Glück.

So sage ich meiner Menschenfamilie

Auf Wiedersehen,

auf die einzig mir mögliche Weise:

Mit einem sanften Wedeln und ein

kleinen Schnuffeln.

 

Viele glückliche Jahre wollte ich mit

euch verbringen,

es sollte nicht sein.

Statt dessen habe ich euch so viel

Kummer gemacht.

Es tut mir Leid,ich war halt nur eine

Händlerware.

 

           Lea       

 

(1999 J.Ellis-bewilligte Uebersetzung von E.Witter)


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